Dienstag, 7. Januar 2014

Mit der Spiegelreflexkamera in die Cloud: Mein Fotoworkflow mit Eye-Fi Karte, Smartphone und Google+

Mit dem Start von Google+ und der genialen Möglichkeit quasi unbegrenzt viele Bilder in der Google Cloud abzulegen hat sich mein Umgang mit den selbst geschossenen Bildern komplett umgestellt: Das wichtigste Ziel ist es jetzt alle Bilder möglichst schnell zu Google+ zu schicken, denn das ist der Ort, an dem ich heute nahezu ausschließlich auf meine Bilder zugreife.


Bei den Bildern, die ich mit dem Smartphone mache, ist das geschenkt: Einfach die Option für die Automatische Sicherung aktivieren und der Rest geht - wie versprochen - automatisch. Bei den Bildern von meiner Spiegelreflexkamera bzw. neuerdings meiner Systemkamera geht es aber erst einmal nicht ganz so direkt. Den Workflow, den ich dabei für mich gefunden habe, möchte ich hier einmal beschreiben:

Man wird bequem

Der zunächst naheliegendste Weg wäre es die Bilder von der Kamera - wie früher auch - auf den PC zu kopieren und von dort zu Google+. Aber zum einen gibt es die automatische Google+ Foto Synchronisation für Windows PCs erst seit Mitte Dezember letzten Jahres. Zum anderen ist es erstaunlich, wie lästig einem das Hantieren mit Kabeln werden kann, wenn die ganze andere Kommunikation zwischen den Geräten erst einmal über das Netz bzw. die Cloud funktioniert. Auch ist das keine Lösung für den manchmal dringlichen Wunsch ein irgendwo im Wald gemachtes Foto gleich mit dem Rest der Welt auf Instagram oder Google+ teilen zu wollen.

Die Lösung: Eye-Fi

Meine Lösung für alle diese Bedarfe: Die Eye-Fi WiFi-SD-Karte. Diese Karten bauen ein eigenes WLAN auf, sobald sie mit Strom versorgt sind, und das Smartphone kann über eine vom Hersteller mitgelieferte App eine Verbindung aufbauen. Über diese Verbindung werden die Bilder direkt übertragen und liegen dann auf dem Smartphone, (fast) so wie die direkt mit dem Phone gemachten Bilder. 


Als zusätzlichen Bonus kann die Smartphone App die Bilder noch mit GPS Tags versehen, sofern man der App gestattet entsprechende Daten zu sammeln und die Uhren von Phone und Kamera synchron sind. Es reicht also auch eine ganz ‘dumme’ Kamera zu verwenden, ohne eigene WiFi- und GPS-Funktion.

Mein Workflow von A bis Z

Und so sieht dann mein Workflow ganz konkret aus:
  1. Mit der Kamera werden viele tolle Bilder geschossen.
  2. Entweder schon während des Shootings oder auch erst später, falls das Smartphone gerade nicht in Reichweite sein sollte, werden die Bilder übertragen und von der App mit GPS Tags versehen.
  3. Die Bilder landen dabei in einem Ordner, der nicht von der automatischen Sicherung der G+ App erfasst wird. Das scheint sich nicht ändern zu lassen, gibt mir aber eine Gelegenheit eine Sichtung durchzuführen und die Bilder gleich zu verwerfen, die unbrauchbar sind. Auch könnte ich nun schon die ersten Bilder bearbeiten und online stellen. Meine Bildbearbeitung hat sich heute fast komplett auf das Smartphone verlagert. [UPDATE: Mit der heutigen Version der Google+ App kann man auch andere Ordner auf dem Smartphone automatisch hochladen lassen. Ich habe aber bisher meinen manuellen Workflow beibehalten.]
  4. Danach verschiebe ich die verbliebenden Bilder in den Ordner, in dem die Smartphone Kamera ihre Bilder speichert. Ich nutze dazu Quickpic, die Foto App, die es bisher immer auf meine Android Smartphones geschafft hat.
  5. Die Bilder werden dann zu Google+ hochgeladen, sobald ich wieder ein WLAN erreicht habe.
  6. Nach dem Hochladen sortiere ich einige Bilder über die Google+ Fotos App - die sich in den letzten Monaten unglaublich gemacht hat - in bestimmte Ordner, so dass auch die Organisation der Bilder gleich über das Smartphone erfolgt.
  7. Alle paar Monate mache ich schließlich ein komplettes Backup der Bilder von meinem Smartphone. Das ist heute das einzige Mal, dass ich einen normalen PC verwende. Auch dabei habe ich es mir angewöhnt kein Kabel mehr zu verwenden, ich hole mir die Bilder per WLAN mit der AirDroid App.
Für mich ist das im Moment ein nahezu optimaler Ablauf. 
Die Nutzung der Eye-Fi Karte war für mich auch beim gerade erfolgten Neukauf einer Kamera ein Argument dafür auf teure Zusatzfunktionen wie integriertes WiFi und GPS zu verzichten.
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